News

In der Rubrik News informieren wir über Berufspolitische Tätigkeiten im nationalen und internationalen Bereich, über kommende GNPÖ Veranstaltungen und berichten über vergangene Aktivitäten.

BERUFSPOLITIK

Das provisorische Specialist National Awarding Committee hat seine Arbeit mit Jänner 2024 aufgenommen. Die Mitglieder setzen sich aus Vertreter:innen des BÖP und der GNPÖ zusammen. Die ersten Kolleg:innen wurden eingeladen ihre Unterlagen für das Europäische Zertifikat in Klinischer Neuropsychologie (EuroPsy-Modell) einzureichen, um den beabsichtigen Zertifizierungsprozess zu prüfen. Sobald dieser Projektschritt abgeschlossen ist, wird es einen offenen Aufruf an die GNPÖ-Mitglieder zur Einreichung geben. Mit Jahresende wird das Komitee seinen Abschlussbericht an das provisorische Specialist European Awarding Committee übermitteln. Wir informieren unsere Mitglieder über alle weiteren Projektschritte im Newsletter.

Sandra Lettner (Österreich) wurde einstimmig als neue Leiterin des Standing Committee on Clinical Neuropsychology der European Federation of Psychologists‘ Associations gewählt. Beim Treffen vom 14. bis 15. März 2024 wurden neue Kolleg:innen in die Expert:innengruppe aufgenommen, während die bisherigen Mitglieder weiterhin ihr Fachwissen zur Verfügung stellen. Zusammen decken die Mitglieder des Standing Committees ein breites Spektrum an Themen ab und verfügen über eine beeindruckende Erfolgsbilanz in der Klinischen Neuropsychologie. Fernando Barbosa (Portugal) wurde in seiner Position als Co-Convenor bestätigt. Neu im Leitungsteam ist Cédric Duarte (Luxemburg), er ist eines der beiden neuen Mitglieder und hat die Wahl der Gruppe zum zweiten Co-Vorsitzenden angenommen.

Am 20.10.2023 haben die GNPÖ, vertreten durch Mag. Dr. Sandra M. Lettner und die GNP, vertreten durch Dipl.- Psych. Sabine Unverhau ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.
Beide Institutionen haben vereinbart die Zusammenarbeit in berufspolitischen Belangen, in organisatorischen Belangen, und hinsichtlich der mehrfach qualitätsgesicherten Fachweiterbildung sowie die Zusammenarbeit bei fachlichen Grundlagenpapieren oder wissenschaftlichen Agenden zu vertiefen.
Wir sind gespannt auf die gemeinsame Wertschöpfung, die auf dem fundierten Fachwissen und der Stärke beider Institutionen basiert. Die langjährige bereits bestehende Zusammenarbeit kann somit nun nicht nur auf dem Papier sondern auch in weiteren Taten wachsen.

Am 20.10.2023 haben die GNPÖ, vertreten durch Mag. Dr. Sandra M. Lettner und die SVNP, vertreten durch Prof. em. Dr. Andreas U. Monsch eine Absichtserklärung für die Erstellung eines Memorandum of Understanding unterzeichnet, welches die gemeinsamen Belange festhalten soll. Die Zusammenarbeit in berufspolitischen und in organisatorischen Belangen sollen näher bezeichnet werden, sowie ein klares Commitment zu einer gemeinsamen mehrfach qualitätsgesicherten Fachweiterbildung zur Klinischen Neuropsychologie, unter Beibehaltung der nationalen Gegebenheiten.
Beide Organisationen freuen sich schon mit ihren Expertinnen auf die Ausformulierung des MOU!

SAVE-THE-DATE

Voller Vorfreude laden die Fachgesellschaften der GNP und der GNPÖ zur gemeinsamen Jahrestagung 2024 von 04.-05.10.2024 im Wiener Musikverein zu einer Symphonie aus fachlichen Updates für wohlvertraute Themen, aus Beiträgen zu neuen Entwicklungen und Anwendungsfeldern der Neuropsychologie, aus anspruchsvollem wissenschaftlichen Input und aus wunderschönen wie spontanen Gelegenheiten zu erfolgreicher Work-Life-Balance, ein. Verbinden Sie Ihre alljährliche Fort- oder Weiterbildung, Ihr Interesse an anregenden bis leidenschaftlichen Fachdiskussionen in jedweder Hinsicht über Grenzen hinweg mit einem wohlverdienten Quäntchen Wellness und seien Sie dabei! Die Anmeldung können Sie über folgenden Link vornehmen.

„Verkehrspsychologie trifft Neuropsychologie“, gemeinsam mit der Fachsektion Verkehrspsychologie des BÖP veranstaltet die GNPÖ erstmals einen virtuellen Kaminabend für Mitglieder beider Vereine, um deren langjähriges Memorandum of Understanding zu leben und zu feiern! Ziel ist es die Schnittstellen und Trennlinien der verkehrspsychologischen und der klinisch-neuropsychologischen Herangehensweisen anhand konkreter Fallbeispiele herauszuarbeiten. Es wird auch ausreichen Gelegenheit zum Mitdiskutieren und Netzwerken geben. Nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende der GNPÖ, Dr. Mag. Sandra M. Lettner, sowie zwei kurzen Impulsvorträgen aus beiden Fachrichtungen, bleibt für alle Teilnehmer:innen genug Zeit und Raum, um sich über die Schnittstellen zwischen der Neuropsychologie und der Verkehrspsychologie auszutauschen sowie allfällige Fragen an das Expertenteam zu stellen. Für die Verkehrspsychologie wird Mag. Werner Ortner anwesend sein und sein Fachwissen mit dem Plenum teilen. Für den Fachbereich der Neuropsychologie steht Dr. Harald Zauner mit seiner Expertise zur Verfügung. Die Teilnahme an der virtuellen Veranstaltung ist für Mitglieder des BÖP sowie der GNPÖ kostenfrei. Sobald Zeit und Datum im November 2024 feststehen werden wir zeitnahe informieren.

Wir freuen uns auf das Symposium Neuropsychologie im Frühling 2025, welches am 8. Mai wieder gemeinsam mit der ÖAP veranstaltet werden wird. Der Mehrwert der Klinischen Neuropsychologie wird wieder anhand der Behandlung spezieller Fälle über die gesamte Lebensspanne hinweg hervorgehoben werden. Wir informieren, sobald die Anmeldung möglich ist.

NACHLESE

Neuropsychologie im Frühling 2024. Der Beginn einer neuen Tradition! Es war eine spannende und zugleich aufregende Aufgabe, durch das Programm des Symposiums „Neuropsychologie im Frühling“ zu führen. Der Mehrwert der klinischen Neuropsychologie wurde durch die Behandlung spezieller Fälle über die gesamte Lebensspanne hinweg hervorgehoben. Thomas Pletschko beschrieb den Nachteilsausgleich für chronisch kranke Kinder und Jugendliche auf Basis der gesetzlichen Grundlagen in Österreich. Er geht dabei beispielsweise auf das Schulunterrichtsgesetz ein und erläutert die Begründung für die Unterstützung der Betroffenen.
Anhand des Fallbeispiels eines neunjährigen Mädchens mit zerebraler visueller Informationsverarbeitungsstörung wird nicht nur gezeigt, wie klinische Neuropsychologie funktioniert, sondern auch, welche unglaublichen Teilhabechancen der Patientin auf Basis dieser Untersuchung geboten werden können. Benachteiligungen müssen nicht sein! Jutta Bilino erläuterte das menschliche Erleben und Verhalten über die Lebensspanne hinweg auf unglaublich verständliche und doch komplexe Weise und konzentrierte sich dabei auf die zeitlichen Veränderungen der visuellen Wahrnehmung des gesunden Gehirns. Visuelle Wahrnehmung als Fenster zur Welt und die enge Verflechtung mit verschiedenen Ebenen der Verarbeitungsstufen der Wahrnehmung bis hin zur prädiktiven Wahrnehmung. Andreas Monsch hält ein Plädoyer für die Früherkennung leichter Demenzformen, beginnend mit einem Screening, das auch in der Hausarztpraxis durchgeführt werden kann, das zu frühzeitigen Interventionen führen und Risikopatienten herausfiltern soll, die zur eingehenden Diagnostik an den Arzt überwiesen werden sollten. Ein herzliches Dankeschön an das ÖAP-Team für die Organisation, an das GNPÖ-Team für die Zusammenstellung des Programms und nicht zuletzt an die TeilnehmerInnen!

Vom 14.-16.12.23 fand in Augsburg die gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation e. V. (DGNR) in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Neurorehabilitation (OeGNR) sowie der Schweizer Gesellschaft für Neurorehabilitation im Sinne der Stärkung internationaler Kontakte statt. Tagungspräsident*innen sind Prof. Dr. Andreas Bender (DGNR), Prim. Univ. Prof. Dr Susanne Asenbaum−Nan, MSc, MBA (OeGNR) und Prof. Dr. med. Adrian Guggisberg (SGNR). Dr. René Vohn, und Muhammet Sercik haben gemeinsam mit unserer Vorsitzenden Frau Dr. Sandra Lettner ein Verbandssymposium zum Thema „Neuropsychologische Aspekte in der Diagnostik, Begutachtung und Behandlungsplanung bei Long- und Post-Covid“ ausgerichtet. In ihrem Vortrag leitete Frau Dr. Lettner in die Thematik ein: sie beschrieb die Pathologie, die Grundlagen der Diagnostik und die Wichtigkeit der klinisch-neuropsychologischen Begutachtung. Dr. René Vohn schloss daran an, indem er in seinem Vortrag über verschiedene Wege der Rehabilitation von Post-/ Long-Covid-Patient:innen im ambulanten Setting berichtete und diese anhand von Patient:innenbeispielen aufzeigte. Muhammet Sercik rundete das Verbandssymposium durch einen Einblick in die Therapiemöglichkeiten des Neurofeedbacks bei Post-Covid-Patient:innen ab.

Vom 20.-21.10.2023 fand die 25. Jahrestagung der GNPÖ in Wien statt. Zwei Tage vollgepackt mit einer Vielzahl an spannenden Vorträgen aus den verschiedensten Bereichen der Neuropsychologie sowie aus angrenzenden
Fachbereichen haben viele Teilnehmer:innen angelockt, die sich die Jubiläumsausgabe unserer Veranstaltung nicht entgehen lassen wollten. Großgeschrieben wurde bei der heurigen Tagung, wie es bereits der Titel verrät, die „Interdisziplinarität“, weshalb neben vielen Expert:innen aus unseren Reihen auch zahlreiche Fachgrößen aus den der Neuropsychologie angrenzenden Fachgebieten eingeladen wurden. Hierbei freuten wir uns besonders, dass diesem Ruf so begeistert gefolgt wurde und wir Vortragende aus der Ergotherapie, der Logopädie, der Medizinphysik, der Neurochirurgie, der Neurologie, der Orthoptik, der Pädagogik, der Pflege, der Physiotherapie, der Psychotherapie sowie zwei Vertreter:innen der Rote Nasen Clowndoctors begrüßen durften. Gedankt sei an dieser Stelle auch den Sponsor:innen – der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, den Firmen Schuhfried, Insight Instruments und Hasomed – ohne die unsere Jahrestagung nicht in dieser Form möglich gewesen wäre!

Ein Bild von unseren Vertreter:innen der Berufsverbände der Physiotherapie, Neuropsychologie, Ergotherapie und Logopädie, unterstützt durch einen Vertreter der Neurochirurgie, von der Podiumsdiskussion der 25. Jahrestagung der GNPÖ von 20.-21.10.2023 in Wien. Der Wille zur engen Zusammenarbeit auf diagnostischer und therapeutischer Ebene wird von allen Vertreter:innen bekräftigt.


Der Wilhelm-Strubreither Preis 2023 wurde an Dr. Cristina Florea zusammen mit Ihrer Co-Autorin Jasmin Preiß, MSc., BSc., für Ihre Arbeit- Birth and early parenting during the COVID- 19 pandemic: A cross-sectional study in the Austrian and German population.” überreicht.

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